BUDDHA ÜBER FOTOGRAFIE

Als ich auf dem Weg nach Odessa zu meinem Meisterkurs war, las ich im Zug einen Artikel über den Buddha.

Es stellte sich heraus, dass sein Name eigentlich Gautamo Siddharho war. So sagte er einmal die wunderbaren Worte, als ob er sie speziell für die Meisterklasse gesagt hätte:


"Man lernt durch Auswendiglernen und Wiederholung. Indem man bekannte Fakten auswendig lernt und glaubt, etwas verstanden zu haben, oder indem man in den Kern der Sache blickt, sich umschaut und seine eigenen Schlüsse zieht".

 

Goldene Worte. So entsteht das Neue und Geforderte, so entsteht "Ihr Stil" in der Fotografie. Und das nicht nur in der Fotografie. Wer lernen will, muss sein eigenes Wichtigkeitsempfinden abtöten. Sonst ist man eingeschränkt und festgefahren. Das ist die Vorgehensweise von Dogmatikern und Konservativen. Sie hören auf, bevor sie überhaupt anfangen.

Die Fotografie ist eine Ästhetik. Sie ist alles und alles ist in ihr.